Zollstöcke sammeln – ein interessantes Hobby
Unter den kuriosen Sammelleidenschaften gewinnt das Sammeln von Zollstöcken immer mehr an Beliebtheit. Als unentbehrliche Arbeitsgeräte im Handwerk, auf dem Bau und beim Heimwerken sind Zollstöcke sehr weit verbreitet, und es gibt sie in vielen verschiedenen Varianten und Längen. Interessant sind sie nicht nur als praktisches und unentbehrliches Mengenmaß, sondern auch als originelle Sammelobjekte.
Beschaffenheit
Zollstöcke sind Messgeräte zur Bestimmung von Längen. Die meisten Zollstöcke umfassen eine messbare Gesamtlänge von zwei Metern, das so genannte Doppelmeter. Im Gegensatz zum Metermaß oder Meterstab besteht der Zollstock nicht aus einem Stück, er ist aber auch nicht aufrollbar wie z.B. Maßbänder. Ein Zollstock kann aus verschiedenen Werkstoffen gefertigt sein. Zumeist besteht er aus Holz, gebräuchlich sind aber auch Kunststoff oder Metall. Gefertigt wird der Zollstock aus mehreren Streifen, die in der Regel eine Länge von 20 bis 25 Zentimetern aufweisen. Diese Streifen werden über Gelenke fest miteinander verbunden, so dass der Zollstock aus- und einklappbar ist. In voll ausgeklapptem Zustand ergibt sich eine Maßlänge von 1 bis 3 Metern, am häufigsten ist aber eine Gesamtlänge von 2 Metern. Das Zusammen- und Auseinanderfalten erleichtert einerseits den Transport. Der Zollstock kann leicht verstaut und überallhin mitgenommen werden. Andererseits erlaubt das aus- und einklappen ein flexibles Messen aller Längen, die im Bereich der Gesamtlänge liegen. Zum Dritten ermöglicht die Klapp- und Formbarkeit eine Winkelmessung, die mit Maßbändern oder Metermaßen nicht möglich ist. Um Winkel präzise messen zu können, sind bei guten Zollstöcken in den Knicks Winkelmaße eingezeichnet.
Messeinteilungen
Die Bezeichnung Zollstock leitet sich von der veralteten Maßeinheit Zoll ab. Diese ist nur noch auf ganz alten Exemplaren zu sehen. Modelle der letzten beiden Jahrhunderte nutzen das metrische System. Die Stricheinteilungen zeigen Zentimeter und Millimeter an. Die Fehlertoleranz liegt bei 0,1 Millimeter pro Teilungsschritt. Für Sammler von Interesse sind Zollstockexemplare aus dem englischsprachigen Raum, die nicht das metrische System nutzen, sondern inces und feet angeben.
Der Zollstock als Sammlerobjekt
Zoll-Stöcke werden weltweit hunderttausendfach hergestellt. In der heutigen Form gibt es sie seit dem 18. Jahrhundert. Zuvor wurden starre Messstangen oder aufrollbare Maßbänder verwendet. Das Sammelgebiet ist umfangreich und komplex. Jederzeit kommen neue Varianten und Exemplare hinzu. Es handelt sich also nicht um ein abgeschlossenes Sammelgebiet. Wie immer sind Besonderheiten für Sammler besonders interessant und wertvoll. So beispielsweise alte Modelle, die tatsächlich noch in Zoll messen. Zudem sind Sonderexemplare aus besonderen Werkstoffen wie Messing oder Bronze sehr begehrt. Aber auch in der Breite ist das Sammelgebiet unerschöpflich. Häufig werden Zollstockexemplare als Werbegeschenke von Firmen verteilt. So kann man z.B. sein Sammelgebiet auf bestimmte Hersteller, Firmen oder Werbeaufdrucke eingrenzen. Beim Zollstocksammeln handelt es sich um ein Sammelgebiet, in das man auch mit kleinem Budget einsteigen kann. Die meisten Zollstockexemplare sind günstig und überall zu haben. Manche gibt es als Werbegeschenk gar kostenlos. Etwas schwieriger wird es nur bei älteren Modellen, die nicht mehr produziert werden. Hierfür gibt es Sammler- und Tauschbörsen. Vielfach wird man aber auch in Online Shops fündig.
Posted: Dezember 30th, 2011 under Freizeit.
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